Schnell umsetzbare Ansätze mit Wirkung – Impulse aus dem Rad-Talk mit KarlvonDrais

Technik, Service, Marke und Community: Einblicke aus dem Rad-Talk mit KarlvonDrais aus dem Alltag eines modernen Fahrradbetriebs.
Der zweite Rad-Talk mit KarlvonDrais Marketingchef Stefan Neidert und dem ehemaligen E-Commerce-Leiter Yves Schleich machte sichtbar, wie eng Technik, Service und Marke im Fahrradhandel miteinander verbunden sind. Im Gespräch ging es um konkrete Erfahrungen aus dem Betriebsalltag und darum, wie strukturierte Prozesse und ein konsistentes Kundenerlebnis im Alltag wirken können – besonders dort, wo Technik nicht als Selbstzweck verstanden wird.
Die folgenden Themen fassen zentrale Praxispunkte aus dem Gespräch zusammen, die Yves im Nachgang zum Rad-Talk ergänzt hat – von Infrastruktur und Service über Social Media bis hin zu Community-Formaten. Die folgenden Einschätzungen und Beispiele stammen aus der Praxis von KarlvonDrais und spiegeln die Erfahrungen von Stefan Neidert und Yves Schleich wider.
#1 Technische Grundlagen, die sofort entlasten
Schon mit wenigen, gezielt ausgewählten Tools lässt sich im Alltag spürbar Entlastung schaffen. Entscheidend ist nicht eine perfekte oder vollständige Systemlandschaft, sondern ein klarer Startpunkt, der Prozesse ordnet und Kommunikation vereinfacht.
Wenn wir heute mit wenig Kapazität eine Werkstatt eröffnen würden, wäre der erste Schritt eine einfache, spezialisierte Werkstattlösung. Etwa Workshop von Bikebook für digitale Auftragsannahme, strukturierte Werkstattprozesse und klare Kommunikation oder BikeIQ als schlanke Lösung für Service, Dokumentation und Kundenübersicht. Beide Systeme sind schnell eingerichtet, erfordern wenig Schulung und schaffen Ordnung im Werkstattalltag. Kundendaten, Aufträge und Status sind an einem Ort, Rückfragen reduzieren sich, Übergaben werden sauberer.
Wenn es umfangreicher sein muss, etwa bei mehreren Arbeitsplätzen oder einem wachsenden Betrieb, ist Odoo mit den Werkstatt- und ERP-Modulen von Bitigloo eine sinnvolle Option. Wichtig ist, bewusst klein zu starten und nur die Module zu aktivieren, die wirklich benötigt werden. Alles Weitere lässt sich später ergänzen.
#2 Erste Schritte zur schnellen Umsetzung
Digitale Maßnahmen nicht zu groß denken. Wenn noch keine Struktur vorhanden ist, ist fast jede geordnete Lösung besser als der bisherige Zustand. Entscheidend ist, klar zu priorisieren, was sofort benötigt wird und was später folgen kann.
Lieber schneller launchen, früh lernen und der Kundschaft bereits ein besseres Erlebnis bieten, statt lange zu planen oder bestehende Abläufe komplett umzustellen. Pro Schritt sollte nur ein klares Ziel verfolgt werden, etwa die Telefonlast zu reduzieren, die Kundenkommunikation zu verbessern oder die Werkstatt besser auszulasten.
Ein sinnvoller Einstieg sind klar abgegrenzte Maßnahmen wie digitale Terminvergabe für Werkstatt oder Beratung, eine zentrale Kundendatenpflege statt einzelner Notizen sowie einfache Statusupdates per Mail oder SMS. Diese Schritte lassen sich schnell einführen und sind risikoarm.
#3 Kundenerlebnis, das unmittelbar spürbar wird
Die Veränderungen im Alltag zeigen sich schnell. Weniger Zettelwirtschaft, klarere Abläufe in der Werkstatt und eine bessere Planbarkeit von Zeit und Auslastung entlasten das Team.
Gleichzeitig entsteht für die Kundschaft mehr Transparenz. Abläufe werden verständlicher, Rückmeldungen verlässlicher und der Service wirkt strukturierter. Genau hier entsteht ein Kundenerlebnis, das spürbar wird, ohne den Betrieb zusätzlich zu belasten.
Digitale Werkzeuge sind dabei kein Selbstzweck, sondern unterstützen Servicequalität, Orientierung und Vertrauen.
#4 Digitale Touchpoints, die Beratung und Verkauf unterstützen
Digitale Berührungspunkte sollen Beratung ergänzen, nicht ersetzen. Ihr größter Wert liegt darin, Hürden abzubauen, Orientierung zu geben und den Kontakt zu erleichtern.
Der Onlineshop wurde zunächst bewusst als digitales Schaufenster gestartet. Ziel war es nicht, sofort maximalen Onlineumsatz zu erzielen, sondern einen zentralen Einstiegspunkt zu bieten. Heute dient der Shop auch als digitale Serviceanwendung. Kunden können per WhatsApp Kontakt aufnehmen, Fragen klären, Mieträder buchen oder einen Servicetermin anfragen.
Für viele Betriebe reicht dafür bereits eine sehr einfache technische Basis. Ein eingerichteter WhatsApp-Business-Zugang und eine feste Anwendung auf dem Rechner im Store oder in der Werkstatt genügen, um Nachrichten schnell und unkompliziert zu beantworten. So entsteht ein zusätzlicher Kommunikationskanal, der Beratung unterstützt, ohne den Ablauf im Laden zu stören.
Entscheidend ist, dass diese Touchpoints zuverlässig funktionieren, leicht zu bedienen sind und in den Alltag des Teams passen. Gerade für einzelne Standorte sind einfache, robuste Lösungen oft wirksamer als komplexe Systeme.
#5 Store, Sortiment & Community als Bausteine einer erlebbaren Marke
Community entsteht nicht über Nacht. Sie wächst durch Konsistenz und Verlässlichkeit. Im ersten Jahr der KarlvonDrais Rides kamen oft nicht mehr als 20 bis 25 Personen – entscheidend war nicht die Größe, sondern die Regelmäßigkeit. Community lebt von ehrlicher Leidenschaft, nicht als Marketingmaßnahme, sondern als Teil der eigenen Haltung. Menschen merken schnell, ob Formate ernst gemeint sind. Gerade im Fahrradhandel ist das zentral, weil Kunden Marken erleben wollen – etwas, das sich online nur begrenzt abbilden lässt und dem stationären Erlebnis besondere Bedeutung gibt.
Der Store ist mehr als ein Verkaufsraum. Er zeigt, wofür ein Händler steht. Ordnung, Klarheit und eine nachvollziehbare Auswahl sind wichtiger als Größe oder Inszenierung. Kunden müssen sich orientieren können und merken, dass bewusst kuratiert und kompetent beraten wird.
Besonders wirksam wird der Store, wenn er als Treffpunkt funktioniert. Community entsteht nicht durch große Kampagnen, sondern durch Regelmäßigkeit und Offenheit. Kleine Rides, Tests oder der direkte Austausch im Laden schaffen Nähe und Vertrauen. Wichtig ist, dass diese Formate niedrigschwellig sind und verlässlich stattfinden.
Beim Sortiment ist Konsequenz entscheidend. Jede Marke belegt Fläche, bindet Kapital und kostet Aufmerksamkeit. Deshalb sollte sehr bewusst ausgewählt werden, welche Marken zur eigenen Haltung, Zielgruppe und Beratung passen.
Weniger Marken, dafür klar positioniert und erlebbar präsentiert, sind oft wirkungsvoller als ein breites, beliebiges Angebot. Wenn Store, Community und Sortiment zusammenspielen, entsteht ein Erlebnis, das online kaum zu ersetzen ist.
#6 Community als Motor – Rides, Events & Kooperationen
Community entsteht nicht über Nacht. Sie wächst primär durch Konsistenz. Im ersten Jahr der gemeinsamen KarlvonDrais Rides kamen oft nicht mehr als 20 bis 25 Personen. Entscheidend war nicht die Größe, sondern die Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit der Formate.
Community lebt von ehrlicher Leidenschaft. Nicht als Marketingmaßnahme, sondern als Teil der eigenen Haltung. Menschen merken schnell, ob Formate ernst gemeint sind oder nur Mittel zum Zweck. Gerade im Fahrradhandel ist Glaubwürdigkeit zentral.
Community ist mehr als Rides oder Events. Digitale Touchpoints, Service-Annahme, Beratung, Verkauf und Werkstattprozesse zahlen alle darauf ein. Sie bleibt nur dann bestehen, wenn sich Menschen an allen Kontaktpunkten wohlfühlen.
Rides, kleinere Events oder Kooperationen mit starken Marken aus der Branche, lokalen Brands oder ausgewählten Partnern außerhalb der Fahrradwelt können die Community sinnvoll erweitern. Wichtig ist, dass diese Formate zum Betrieb passen und konsequent umgesetzt werden.
Kleine, regelmäßig stattfindende Formate sind oft wirkungsvoller als große Einzelaktionen. Community ist kein kurzfristiger Hebel, sondern ein langfristiger Prozess, der Zeit, Haltung und Verlässlichkeit erfordert.
Der Rad-Talk in voller Länge
Der Rad-Talk zeigte, wie hilfreich es für Händler sein kann, eigene Stärken klar herauszuarbeiten und Entwicklungen bewusst zu beobachten – etwa bei Prozessen, Kundenerwartungen, digitalen Touchpoints und neuen Formaten.
Die Einblicke von KarlvonDrais zeigen anhand konkreter Beispiele, wie sich Technik, Marke und Service im Zusammenspiel gegenseitig stärken können, wenn sie auf ein stimmiges Kundenerlebnis ausgerichtet sind.
Der Rad-Report 2025 ordnet diese Eindrücke mit Zahlen ein und ergänzt sie um Daten von mehr als 5.000 Radfahrerinnen und Radfahrern sowie 150 Beschäftigten im Handel. Der Alteos Rad-Report steht hier zum Download zur Verfügung.
Wer den Rad-Talk vollständig verfolgen möchte, findet hier die Audiospur des Gesprächs – mit Einschätzungen und Beispielen aus dem Alltag eines modernen Fahrradbetriebs.
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